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H4 Lagen von Dreiklängen

Textfassung dieser Lektion

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Nicht enthalten sind die Hörbeispiele und Songausschnitte aus dem Video. Für einzelne Stellen ist die Begleitung durch eine Lehrperson deshalb hilfreich.

H4 Lagen von Dreiklängen — Arbeitsheft — MUSIKTHEORIE, Grundlagen
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Arbeitsheft

H4 Lagen von Dreiklängen — Arbeitsheft

Der Inhalt dieser Lektion zum Selbermachen — mit Notenbildern zum Anhören und Ausprobieren.

~5 Min. 14 Karten 6 zum Ausprobieren 3 Quiz Grundlagen
Audio:

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Worum es geht

Im vorherigen Modul ging es um den tiefsten Ton eines Akkords – den Basston. Heute richten wir unser Augenmerk auf den höchsten.

Denn Bass- und Sopranton sind die beiden Akkordtöne, die man am deutlichsten wahrnimmt. Tippe die drei Töne oben einzeln an und dann alle zusammen – du hörst, dass der mittlere fast verschwindet.

Du möchtest deinen Lieblingssong am Klavier begleiten, aber es klingt nicht wie im Original, obwohl die Akkorde stimmen? Dann liegt es möglicherweise daran, dass im Original ein anderer Dreiklangston zuoberst gespielt wird.
Tippe die Töne einzeln an. Der Balken zeigt, wie deutlich man sie im Zusammenklang wahrnimmt.

Die äusseren Töne prägen den Klang: unten der Bass, oben der Sopran. Der Mittelton tritt zurück.

Merke

Das Beispiel: Skyfall

Das Intro von «Skyfall» klingt im Original ganz anders, als wenn man die Akkorde einfach in Terzschichtung spielt – nur weil ein anderer Akkordton als höchster Ton gespielt wird.

Aus diesem Grund bekommt der oberste Dreiklangston eine besondere Bedeutung. Man spricht von den «Lagen eines Dreiklangs», um den Sopranton zu beschreiben.

Schauen wir uns das am C-Moll-Dreiklang an – dem ersten Akkord in Skyfall.

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Die Terzschichtung als Ausgangspunkt

Um die Lagen zu verstehen, starten wir mit der Terzschichtung. Dabei werden die Töne des Dreiklangs über dem Grundton gestapelt.

Beim C-Moll-Dreiklang liegt der Terzton es eine kleine Terz – also drei Halbtonschritte – über dem Grundton c. Eine grosse Terz, also vier Halbtonschritte darüber, folgt der Quintton g.

Der oberste Ton ist damit der Quintton. Deshalb spricht man hier von der Quintlage.

Weil Skyfall vom Klavier gespielt wird, verwenden wir die Klaviernotation mit einer zweiten Notenzeile im Bassschlüssel für die linke Hand.

Vergleiche oben Moll und Dur: Welche der beiden Terzen unten liegt, entscheidet über den Charakter des Dreiklangs.

Ein Dreiklang ist eine Terz auf einer Terz. Welche der beiden gross und welche klein ist, entscheidet über Dur und Moll.

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Die drei Lagen zum Umschalten

Interessant wird es, wenn wir die Akkordtöne umsortieren, sodass ein anderer Dreiklangston im Sopran zu liegen kommt. Der Grundton bleibt dabei im Bassschlüssel – sonst würde sich auch die Stellung ändern, und wir wüssten nicht mehr, woher der Unterschied kommt.

Für die Bestimmung der Lage betrachten wir immer nur den Violinschlüssel, also die rechte Hand. In allen drei Fassungen handelt es sich um denselben C-Moll-Dreiklang – die Töne bleiben gleich.
cBasston — bleibt gleich

Für die Lage zählt nur die rechte Hand. Der rot umrandete Ton liegt im Sopran — er gibt der Lage ihren Namen.

Eselsbrücke

Der Sopranton gibt den Namen

Liegt der Grundton zuoberst, ist es die Oktavlage – weil dort die Oktave des Grundtons liegt.

Liegt der Terzton zuoberst, ist es die Terzlage.

Liegt der Quintton zuoberst, ist es die Quintlage – das ist zugleich die Terzschichtung.

Merke

Und Skyfall?

Skyfall beginnt mit C-Moll in Oktavlage. Der Grundton c wird im Sopran gespielt.

Nur diese Lage klingt authentisch und vertraut. Probiere im Baustein oben die anderen beiden aus – du hörst sofort, dass etwas nicht stimmt.

Übrigens: Die Lage wird nur selten in der Notation angegeben, deshalb ist ein Symbol dafür wenig verbreitet. Man kann sie mit Ziffern in Klammern über dem Akkordsymbol angeben.

Erklärung

Wie man die Lage bestimmt

Um die Lage eines Dreiklangs zu bestimmen, muss der Akkord in die Terzschichtung umgestapelt werden. Dadurch wird sofort ersichtlich, ob der Terz-, Quint- oder Oktavton im Sopran liegt.

Das geht am schnellsten, wenn der etwas abseitsstehende Ton oktaviert wird.

Ein Beispiel: Steht der Ton d etwas abseits und wir oktavieren ihn nach unten, entsteht die Terzschichtung mit Grundton, Terzton und Quintton. Jetzt lässt sich der Dreiklang bestimmen – es ist ein D-Moll-Dreiklang. Der Sopranton d ist der Grundton, also handelt es sich um D-Moll in Oktavlage.

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Übung: Welche Lage ist das?

Fünf Aufgaben. Wenn du unsicher bist, lass dir zuerst das Umstapeln zeigen – dort siehst du die Terzschichtung neben dem Original. Der Sopranton ist rot markiert, der abseitsstehende Ton gelb.
wie notiert
umgestapelt

Welcher Ton liegt im Sopran? Wenn du unsicher bist, stapel den Dreiklang zuerst in die Terzschichtung um.

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Vorsicht: «Lage» heisst dreierlei

Ihr habt nun das Wissen, um Akkordfolgen selbst zu erfinden und zu verfeinern – eine entscheidende Grundlage für Songwriting, Komponieren und Arrangieren.

Aber Vorsicht: Der Begriff «Lage» taucht in der Musiktheorie mehrfach auf, und das birgt Verwechslungsgefahr.

1. Lage des Dreiklangs – welcher Ton im Sopran liegt. Darum ging es in diesem Modul: Oktavlage, Terzlage, Quintlage.

2. Enge und weite Lage – ob die Akkordtöne nahe beieinander oder weit auseinander notiert werden.

3. Oktavlage – einige Lehrmittel verwenden diesen Begriff als Synonym für Oktavbereich. Deshalb sprechen wir auf Meldo von Oktavbereichen, wie du es im Modul N7 gelernt hast.
darum geht es hier

Lage des Dreiklangs

Welcher Ton liegt im Sopran? Daraus folgt Oktav-, Terz- oder Quintlage.

Verteilung

Enge und weite Lage

Wie weit auseinander stehen die Töne? Die Lage des Dreiklangs bleibt dabei dieselbe.

veraltet

Oktavlage

Manche Lehrmittel meinen damit den Oktavbereich — also c1, c2 und so weiter.

Dasselbe Wort, drei Bedeutungen. Auf Meldo heisst die dritte Oktavbereich — so wie du es im Modul N7 gelernt hast.

Achte im Zusammenhang darauf, welche der drei gemeint ist.

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Enge und weite Lage

Beide Beispiele sind C-Dur in Terzlage – der Terzton e liegt in beiden Fällen im Sopran. Die Lage ist also dieselbe. Was sich unterscheidet, ist nur, wie weit die Töne auseinander notiert sind.
Beide sind C-Dur in Terzlage — der Terzton e liegt in beiden Fällen im Sopran. Die Lage ist also dieselbe; nur die Töne sind unterschiedlich weit auseinander verteilt.

«Enge und weite Lage» beschreibt die Verteilung der Töne, nicht welcher zuoberst liegt.

Quiz

Kurz nachgedacht

Welcher Ton bestimmt die Lage eines Dreiklangs?

Richtig!

Die Lage beschreibt den <strong>Sopranton</strong>, also den höchsten Ton. Der tiefste Ton bestimmt dagegen die Stellung – Grundstellung oder Umkehrung.

Quiz

Kurz nachgedacht

Ein C-Dur-Dreiklang hat g im Sopran. Welche Lage ist das?

Richtig!

Bei C-Dur ist g der Quintton. Liegt er zuoberst, ist es die Quintlage – das entspricht der Terzschichtung c–e–g.

Quiz

Kurz nachgedacht

Was beschreibt «weite Lage»?

Richtig!

Enge und weite Lage beschreiben die <strong>Verteilung</strong> der Töne, nicht welcher zuoberst liegt. Zwei Akkorde können dieselbe Lage haben und trotzdem einmal eng und einmal weit notiert sein.

Zusammenfassung

Das hast du gelernt

1 Neben dem Basston nimmt man den Sopranton — den höchsten Ton — am deutlichsten wahr. Deshalb bekommt er einen eigenen Namen: die Lage des Dreiklangs.
2 Liegt der Grundton zuoberst, ist es die Oktavlage; beim Terzton die Terzlage, beim Quintton die Quintlage. Letztere entspricht der Terzschichtung.
3 Für die Bestimmung zählt nur die rechte Hand, also der Violinschlüssel. Der Basston bestimmt dagegen die Stellung.
4 Zum Bestimmen den Akkord in die Terzschichtung umstapeln — am schnellsten, indem man den abseitsstehenden Ton oktaviert.
5 Vorsicht mit dem Wort «Lage»: Es meint je nach Zusammenhang die Lage des Dreiklangs, die enge oder weite Verteilung der Töne, oder — in manchen Lehrmitteln — den Oktavbereich.
6 Mit Stellung und Lage zusammen kannst du Akkordfolgen gestalten statt nur greifen. Das ist die Grundlage für Songwriting, Komponieren und Arrangieren.
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Das kann ich danach

  1. Ich verstehe die Fachbegriffe Lage, Sopranton, Quintlage, Oktavlage, Terzlage, enge und weite Lage und kann sie analysieren und notieren.

Tippe die Ampel an: leer = noch nicht, halb = fast, voll = sicher.