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N5 Versetzungszeichen

Textfassung dieser Lektion

Das Erklärvideo gehört zum Abo — hier findest du stattdessen den vollständigen Inhalt als Text, mit allen Notenbildern zum Anhören und Ausprobieren.

Nicht enthalten sind die Hörbeispiele und Songausschnitte aus dem Video. Für einzelne Stellen ist die Begleitung durch eine Lehrperson deshalb hilfreich.

N5 Versetzungszeichen — Arbeitsheft — MUSIKTHEORIE, Grundlagen
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Arbeitsheft

N5 Versetzungszeichen — Arbeitsheft

Der Inhalt dieser Lektion zum Selbermachen — mit Notenbildern zum Anhören und Ausprobieren.

~5 Min. 19 Karten 6 zum Ausprobieren 1 Quiz Grundlagen
Audio:

Du kannst jederzeit vor- und zurückblättern. Alles, was du anklicken oder anhören kannst, ist als solches gekennzeichnet.

Erklärung

Worum es geht

In der aufregenden Welt der Musik gibt es eine Gruppe von kleinen Helden, die dafür sorgen, dass unsere Melodien nicht im monotonen Trott verharren. Es sind die Versetzungszeichen – die musikalischen Freigeister, die die Noten aufmischen und jedem Stück eine Prise Abenteuer und Lebensfreude hinzufügen. In diesem Video sprechen wir über Versetzungszeichen, ihre Bedeutung, ihren Namen und ihre Funktion in der Musik.

Erklärung

Das Kreuz

Insgesamt gibt es 3 Versetzungszeichen: das Kreuz, das B und das Auflösungszeichen.

Das Kreuz ist der heimliche Agent der Versetzungszeichen. Seine Aufgabe ist es, die Töne einen halben Ton nach oben zu versetzen und somit dem Ausgangston ein anderes Gewand, einen anderen Klang und auch Tonnamen zu geben. Stell es dir vor wie einen Aufzug, der den Ton in höhere Sphären befördert.

Steht zum Beispiel ein Kreuz vor einem c, befördert das Kreuz diesen Ton zur nächstmöglichen höheren Taste. Mit diesem Versetzungszeichen landest du in diesem Fall in der Klaviatur auf der schwarzen Taste. Es kann auch sein, dass du mit dem Kreuz auf einer weissen Taste landest, dies ist zum Beispiel der Fall, wenn vor dem Ton e oder dem Ton h ein Kreuz steht.

Erklärung

Das b

Der zweite Agent unter den Versetzungszeichen ist das «b». Die Aufgabe dieses Zeichens ist es, die Töne einen halben Ton nach unten zu versetzen. Das Kreuz und das B haben also beinahe die gleiche Aufgabe; nur funktionieren sie in die entgegengesetzte Richtung.

Steht ein «b» vor dem Ton c, befördert das «b» diesen Ton zur nächstmöglichen tieferen Taste. In diesem Fall landest du auf einer weissen Taste. Steht ein «b» vor dem Ton a, befördert das «b» diesen Ton auch einen Halbtonschritt nach unten und du landest auf einer schwarzen Taste.

Zum Ausprobieren

Versetzungszeichen ausprobieren

Wähle einen Ton und ein Versetzungszeichen. Du siehst sofort, wie die Note aussieht, wie sie heisst – und hörst, wie sie klingt.

Beim Kreuz kommt die Endung -is dazu, beim b die Endung -es. Zwei Ausnahmen sind eigens gekennzeichnet.

Zum Ausprobieren

Die schwarzen Tasten benennen

Mit dem Kreuz erreichst du von einer weissen Taste aus die schwarze Taste rechts daneben.

Mit dem Kreuz erhöht: cis dis fis gis ais. Tippe die Tasten an.

Zum Ausprobieren

Dieselben Tasten mit b

Mit dem b erreichst du dieselben schwarzen Tasten von der anderen Seite – und sie bekommen einen anderen Namen.

Dieselben Tasten, mit b erreicht: des es ges as b — das ist die enharmonische Verwechslung.

Eselsbrücke

Merke dir also

Steht ein Kreuz vor der Note, wird dieser Ton um einen Halbtonschritt erhöht. Auf der Klaviatur bewegt sich der Ton nach rechts auf die nächstgelegene schwarze oder weisse Taste; der Ton wird höher.

Steht ein b vor der Note, wird dieser um einen Halbtonschritt vertieft. Auf der Klaviatur bewegt sich der Ton nach links zur nächstgelegenen schwarzen oder weissen Taste; der Ton wird tiefer.

Erklärung

Die Namen der veränderten Töne

Um die Identität der Noten zu wahren, bekommen diese Noten keine eigenen Namen. Sie werden von ihrem Ursprungston, der Stammtonreihe, abgeleitet. Diese Veränderung nennt man «Alteration». Wird beispielsweise der Ton C mit einem Kreuz erhöht, so nennt sich der alterierte Ton Cis.

Steht ein Kreuz vor einem Ton, hängst du die Endung -is an den Tonnamen: C wird zu Cis, D wird zu Dis, E zu Eis, F zu Fis, G zu Gis, A zu Ais, H zu His.

Steht ein B vor einem Ton, hängst du die Endung -es an den Tonnamen: C wird Ces, D wird Des, E wird Es, F wird Fes, G wird Ges, A wird As, H wird B.

Zum Ausprobieren

Alle Töne mit Kreuz im Notensystem

Steht ein Kreuz vor einem Ton, hängst du die Endung -is an.

So sehen die erhöhten Töne im Notensystem aus. Tippe sie an.

Zum Ausprobieren

Dieselben Töne mit b

Steht ein b vor einem Ton, hängst du die Endung -es an.

Die vertieften Töne. Beachte «es», «as» und «b» — das sind die Ausnahmen.

Achtung

Zwei Ausnahmen

1. Beginnt der Notenname mit einem Vokal, hängst du nur ein -s an. Der Ton a wird also nicht zum «Aes», sondern zum As. Der Ton E wird nicht zum «E-es», sondern zum Es.

2. Die zweite Ausnahme bezieht sich auf den Ton h: Dieser wird nicht «hes» genannt, sondern b.

Merke

Das Auflösungszeichen

Mit dem Auflösungszeichen kannst du veränderte Töne wieder auf ihren Ursprungstonnamen, also den Stammton, zurücksetzen. Beispielsweise wird der Ton gis wieder zu einem g aufgelöst.

Erklärung

Die schwarzen Tasten benennen

Da du nun die Tonnamen der Töne mit einem «b» und einem Kreuz als Versetzungszeichen kennst, können wir einige Namen von schwarzen Klaviertasten bestimmen.

Jede schwarze Taste kann durch Erhöhen oder Vertiefen der weissen Taste links oder rechts erreicht werden. Ausgehend vom Ton d müssen wir uns einen Schritt nach links bewegen. Wir vertiefen also den Ton. Deshalb setzen wir im Notensystem ein b vor die Note d. Der Ton «d» wird zu einem «des».

Wenn wir von der linken Taste starten, müssen wir uns nach rechts bewegen, also den Ton C durch ein Kreuz erhöhen. Dieser wird nun zu einem Cis.

Merke

Enharmonische Verwechslung

Mit beiden Varianten landest du auf derselben Taste. Das «Cis» und das «Des» klingen also genau gleich, werden jedoch im Notensystem an einem anderen Ort notiert. In der Musik nennt man dieses Umdeuten von Tonnamen, welche die gleiche Taste beschreiben: Enharmonische Verwechslung.

Zum Ausprobieren

Die chromatische Tonleiter

Bewegst du dich nur in Halbtonschritten vom Ton C zum nächsten C, entsteht eine chromatische Tonleiter.

Alle zwölf Halbtonschritte von c zu c — durchnummeriert. Tippe sie der Reihe nach an.

Erklärung

Die chromatische Tonleiter — zum Nachlesen

Übrigens: Die kleinstmöglichen Schritte auf der Klaviertastatur nennt man Halbtonschritte. Wenn du dich mit den Versetzungszeichen beschäftigst, bewegst du dich also ständig in Halbtonschritten auf der Klaviatur.

Bewegst du dich nur in Halbtonschritten vom Ton C zum nächsten C, entsteht eine chromatische Tonleiter. Diese spezielle Tonleiter besteht aus vielen Noten mit Versetzungszeichen.

Quiz

Kurz nachgedacht

Wie heisst der Ton h, wenn ein b davor steht?

Richtig!

Der Ton h wird nicht «hes» genannt, sondern b. Das ist eine der beiden Ausnahmen von der -es-Regel.

Tipp

Zum Ausprobieren

Da du nun ein Profi im Bestimmen von Tönen mit Versetzungszeichen bist, fällt es dir sicher leicht, alle diese Tonnamen zu bestimmen. Probiere es gleich aus. Starte mit dem Ton c und arbeite dich die Tonleiter hinauf, bis du eine Oktave oberhalb auf dem Ton c landest. Viel Erfolg.

Zusammenfassung

Das hast du gelernt

1 Es gibt drei Versetzungszeichen: das Kreuz, das B und das Auflösungszeichen.
2 Das Kreuz erhöht einen Ton um einen Halbtonschritt, das b vertieft ihn um einen Halbtonschritt. Das Auflösungszeichen setzt den Ton auf seinen Stammton zurück.
3 Beim Kreuz hängst du die Endung -is an, beim b die Endung -es. Zwei Ausnahmen: Bei einem Vokal am Anfang nur -s (As, Es), und h wird zu b.
4 Cis und Des klingen gleich, werden aber verschieden notiert — das nennt man enharmonische Verwechslung.
5 Bewegst du dich nur in Halbtonschritten vom Ton C zum nächsten C, entsteht eine chromatische Tonleiter.
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Das kann ich danach

  1. Ich kann die drei Versetzungszeichen aufzählen und deren Funktion an einem Instrument mit Klaviatur erklären.
  2. Ich kann Töne mit Versetzungszeichen auf der Klaviatur innerhalb von ca. 5 Sekunden einzeichnen und benennen.
  3. Ich kann Töne mit Versetzungszeichen innerhalb von ca. 5 Sekunden lesen, beschriften und eindeutig in ein Notensystem notieren.
  4. Ich kann die Begriffe «Alteration», «enharmonische Verwechslung» und die «chromatische Tonleiter» in eigenen Worten erklären und auf einem Instrument mit Klaviatur demonstrieren.

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