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02 Rhythmus & Groove (R)

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  1. R1 Puls
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  2. R2 Notenwerte
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  3. R3 Takt und Taktart
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  4. R4 Rhythmussprache
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  5. R5 Tempo
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  6. R6 Rhythmusbausteine
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  7. R7 Haltebogen und Punktierung
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  8. R8 3/4 oder 6/8 Takt?
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  9. R9 Auftakt
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  10. R10 Beats
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  11. R11 Triolen
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Lernabschnitt 11 von 11
In Bearbeitung

R11 Triolen

Textfassung dieser Lektion

Das Erklärvideo gehört zum Abo — hier findest du stattdessen den vollständigen Inhalt als Text, mit allen Notenbildern zum Anhören und Ausprobieren.

Nicht enthalten sind die Hörbeispiele und Songausschnitte aus dem Video. Für einzelne Stellen ist die Begleitung durch eine Lehrperson deshalb hilfreich.

R11 Triolen — Arbeitsheft — MUSIKTHEORIE, Grundlagen
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Arbeitsheft

R11 Triolen — Arbeitsheft

Der Inhalt dieser Lektion zum Selbermachen — mit Notenbildern zum Anhören und Ausprobieren.

~5 Min. 17 Karten 4 zum Ausprobieren 1 Quiz Grundlagen
Audio:

Du kannst jederzeit vor- und zurückblättern. Alles, was du anklicken oder anhören kannst, ist als solches gekennzeichnet.

Erklärung

Worum es geht

Hallo liebe Musikfreunde! Heute nehmen wir euch mit auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der Rhythmen. Unser Thema: Triolen! Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie manche Melodien so richtig in Schwung kommen? Dann seid ihr hier genau richtig.

Erklärung

Triolen — was ist das überhaupt?

Stell dir vor, du hast einen Kuchen, den du in gleiche Stücke schneiden möchtest. Statt den Kuchen in zwei gleich grosse Stück zu schneiden, teilst du den Kuchen in drei gleichmässige Stücke auf. Genau das passiert in der Musik, wenn wir Triolen verwenden. Anstatt den Notenwert in die üblichen zwei Teile zu teilen, zerlegen wir ihn in drei gleiche Teile. Das Ergebnis? Ein aufregender, schwungvoller Rhythmus, der uns zum Mitwippen bringt!

Zum Ausprobieren

Zwei Teile oder drei?

Zweiteilung

binär — ta‑te

Dreiteilung

ternär — ta‑te‑ti

Derselbe Schlag, einmal in zwei und einmal in drei gleiche Teile zerlegt. Tippe die Stücke an.

Erklärung

Notation

In der Notenschrift werden Triolen durch eine kleine «3» über oder unter den Noten dargestellt, die zu einer Triole gehören. Diese «3» zeigt an, dass drei Noten in der Zeit gespielt werden sollen, die normalerweise für zwei Noten vorgesehen ist. Dies hilft den Musikern, den richtigen Rhythmus zu erkennen und zu spielen.

Notenbeispiel

Achteltriolen — mit der kleinen 3

←
→
♩= 76
Erklärung

Aus welchen Notenwerten?

Triolen können aus verschiedenen Notenwerten gebildet werden. Am häufigsten werden Viertelnoten und Achtelnoten in Triolen unterteilt. Zum Beispiel können eine Viertelnote in drei Achtelnoten und eine Achtelnote in drei Sechzehntelnoten geteilt werden.

Erklärung

Wie hören sich Triolen an?

Um Triolen zu verstehen, müssen wir sie hören und fühlen. Lass uns ein Beispiel nehmen: Stell dir einen gleichmässigen Puls vor, wie das Ticken einer Uhr: «Ta, Ta, Ta, Ta.» Wenn wir Triolen spielen, teilen wir jeden Hauptschlag in drei kleinere Schläge auf: «ta‑te‑ti, ta‑te‑ti, ta‑te‑ti, ta‑te‑ti.» Wenn wir den Pulsschlag in zwei Schläge unterteilen würden, käme es so vor: «ta‑te, ta‑te, ta‑te…». Hörst du den Unterschied? Plötzlich wird der Rhythmus lebendiger und schwungvoller!

Zum Ausprobieren

Binär oder ternär — hör den Unterschied

binär — zwei Achtel pro Schlag

ternär — drei Achtel pro Schlag (Triole)

Beide im selben Tempo — verglichen wird die Unterteilung, nicht die Geschwindigkeit. «Swing-Feeling» lässt den mittleren Schlag der Triole weg: Die erste Note wird länger, die zweite kürzer.

Tipp

Jetzt bist du dran!

Klopf mal mit deinem Finger auf den Tisch und probiere diesen Rhythmus aus: «ta‑te‑ti, ta‑te‑ti, ta‑te‑ti, ta‑te‑ti» und danach «ta‑te, ta‑te, ta‑te, ta‑te». Wiederhole diese Abwechslung und spüre, wie sich der Rhythmus verändert. Bei den Triolen hilft es, sich ein Rad vorzustellen, dem du mit der ersten Triole Schwung gibst. Und los!

Zum Ausprobieren

Der Puls und seine Unterteilung

Der Grundpuls bleibt gleich – nur die Unterteilung ändert sich. Genau darum geht es bei den Triolen.

halb so schnell

Grundpuls

doppelt so schnell

Alle drei Reihen gehören zur selben Musik — sie zählen nur verschieden dicht. Schalte einzelne Ebenen stumm und achte darauf, welche sich am natürlichsten anfühlt.

Erklärung

Ein Blick in die Musikgeschichte

Triolen sind ein faszinierendes Element der Musikgeschichte, das sich durch verschiedene Epochen und Stile zieht. Schon im Barock nutzten Komponisten wie Johann Sebastian Bach Triolen, um ihren Stücken mehr Ausdruck und Bewegung zu verleihen. In der Klassik setzte Ludwig van Beethoven Triolen ebenfalls gekonnt ein, um Spannung und Intensität zu erzeugen. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies im ersten Satz der «Mondscheinsonate». In diesem Satz finden wir Triolen in den sanften, schwebenden Arpeggien, die dem Stück seine charakteristische, traumhafte Atmosphäre verleihen. Die Triolen tragen zur fliessenden, schwebenden Bewegung bei.

Erklärung

Swing-Feeling

In der populären Musik werden oft ganze Stücke im triolischen Feeling gespielt, was ihnen einen mitreissenden Charakter verleiht. Dieses triolische Feeling, auch Swing-Feeling oder ternäre Spielweise genannt, wird am Anfang eines Songs über den Noten durch ein Symbol angezeigt. Das Symbol bedeutet, dass alle Achtel im Swing-Feeling gespielt werden.

Erklärung

Lange und kurze Achtel

Diese Interpretation der Achtelnoten verleiht dem Swing-Feelings ihre lässige Leichtigkeit, diese coole, unbeschwerte Stimmung.

Normalerweise würden Achtelnoten gleichmässig, also binär, gespielt: eins und zwei und drei und vier und. Beim Swing-Feeling hingegen werden die Achtelnoten triolisch gespielt, was bedeutet, dass die erste Note einer Triole länger und die zweite kürzer gespielt wird. Die Silben «Doo‑wah, doo-wah, doo-wah, doo-wah» eignen sich, um Melodien im Swing-Feeling zu singen.

Schalte oben den Knopf «Swing-Feeling» ein — dann fällt der mittlere Schlag der Triole weg und genau dieses lange-kurz-Muster entsteht.

Wie du hörst, sorgt der ternäre Rhythmus dafür, dass die Musik «swingt».

Merke

Zum Nachhören — worauf du achten kannst

Im Video erklingen an dieser Stelle Ausschnitte. Such sie dir zum Nachhören selbst und achte auf das Genannte:

Beethoven, Mondscheinsonate, 1. Satz — die durchgehend schwebenden Dreiergruppen in der Begleitung.
Louis Armstrong, West End Blues — Musiker wie Louis Armstrong und Duke Ellington haben die ternäre Spielweise mitgeprägt. Achte auf die ternären Achtel.
Ed Sheeran, Thinking Out Loud — im Chorus tauchen mehrere ternäre Achtel auf. Hör genau hin!

Ternäre Achtel finden sich nicht nur in der klassischen Musik und im Jazz, sondern auch in der modernen Popmusik. Auch Billie Eilish setzt sie ein, um Melodien abwechslungsreicher und interessanter zu gestalten.

Quiz

Kurz nachgedacht

Was passiert beim Swing-Feeling mit den Achtelnoten?

Richtig!

Beim Swing-Feeling werden die Achtel triolisch gespielt: Die erste Note einer Triole ist länger, die zweite kürzer. Binär hingegen heisst, dass die Achtel gleichmässig gespielt werden.

Tipp

Deine Aufgabe

Hör dir auch deine Lieblingssongs genau an und halte nach Triolen Ausschau. Sie verstecken sich oft in den Schlagzeugrhythmen oder in den Melodien. Entdecke die Triolen in der Musik, die dich umgibt!

Zusammenfassung

Fassen wir zusammen

1 Triolen sind ein spannendes und vielseitiges rhythmisches Element, das Musik lebendig und mitreissend macht. Sie verwandeln die übliche Zweiteilung eines Schlages in eine rhythmische Dreiteilung, was der Musik einen besonderen Schwung verleiht.
2 Triolen sind überall zu finden, von klassischer Musik bis hin zu modernem Pop.
3 In der Notenschrift werden sie durch eine kleine «3» über oder unter den Noten dargestellt.
4 Beim sogenannten Swing-Feeling werden die Achtelnoten triolisch bzw. ternär gespielt, wobei die erste Note länger und die zweite kürzer ist. Binär hingegen bedeutet, wenn die Achtel gerade, also gleichmässig gespielt werden.
5 Ich hoffe, du hast auf diesem Ausflug in die Welt der Triolen Neues entdeckt. Bleib neugierig! Bis zum nächsten Mal und viel Spass beim Musikhören und -machen!
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Das kann ich danach

  1. Ich kann Achtel-, Sechzehntel- und Vierteltriolen erkennen und notieren.
  2. Ich kann Triolen aus verschiedenen Notenwerten herleiten.
  3. Ich kann Achteltriolen in Taktsprache im Puls sprechen.
  4. Ich kann das Swing-Feeling (ternäre Spielweise) in Hörbeispielen erkennen und Stücke in diesem Stil spielen.

Tippe die Ampel an: leer = noch nicht, halb = fast, voll = sicher.