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02 Rhythmus & Groove (R)

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  1. R1 Puls
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  2. R2 Notenwerte
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  3. R3 Takt und Taktart
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  4. R4 Rhythmussprache
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  5. R5 Tempo
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  6. R6 Rhythmusbausteine
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  7. R7 Haltebogen und Punktierung
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  8. R8 3/4 oder 6/8 Takt?
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  9. R9 Auftakt
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  10. R10 Beats
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  11. R11 Triolen
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Lernabschnitt 3 von 11
In Bearbeitung

R3 Takt und Taktart

Textfassung dieser Lektion

Das Erklärvideo gehört zum Abo — hier findest du stattdessen den vollständigen Inhalt als Text, mit allen Notenbildern zum Anhören und Ausprobieren.

Nicht enthalten sind die Hörbeispiele und Songausschnitte aus dem Video. Für einzelne Stellen ist die Begleitung durch eine Lehrperson deshalb hilfreich.

R3 Takt und Taktart — Arbeitsheft — MUSIKTHEORIE, Grundlagen
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Arbeitsheft

R3 Takt und Taktart — Arbeitsheft

Der Inhalt dieser Lektion zum Selbermachen — mit Notenbildern zum Anhören und Ausprobieren.

~5 Min. 19 Karten 6 zum Ausprobieren 2 Quiz Grundlagen
Audio:

Du kannst jederzeit vor- und zurückblättern. Alles, was du anklicken oder anhören kannst, ist als solches gekennzeichnet.

Erklärung

Worum es geht

Hallo und herzlich willkommen! Heute begeben wir uns auf eine Reise in die Welt von Takt und Taktarten.

Um dieses Modul zu verstehen, solltest du bereits etwas über Notenwerte wissen. Falls dir gerade ein «häää?» im Kopf herumschwirrt: Schau dir zuerst das Modul zu den Notenwerten an.

Erklärung

Was ist ein Takt?

Du weisst bereits, dass eine Melodie aus einem Rhythmus und verschiedenen Tonhöhen besteht. Um die Musik in ein Ordnungssystem zu bringen, werden bestimmte Abschnitte des Stücks durch einen Taktstrich voneinander abgegrenzt. Ein Musikstück wird also durch die Takte gegliedert.

Suche im Notensystem nach senkrechten Strichen – das sind die Taktstriche. Alles, was zwischen zwei Taktstrichen steht, befindet sich im selben Takt.

Zum Ausprobieren

Takte finden und antippen

Möchtest du wissen, in welchem Takt du dich befindest, steht links am Notensystem jeweils eine kleine Zahl. Sie gehört zu dem Takt, der direkt daneben beginnt.

Die senkrechten Striche sind die Taktstriche. Alles zwischen zwei Strichen gehört zum selben Takt.

Merke

Vorsicht, Alltagssprache

Umgangssprachlich heisst es oft: «Die Musik ist im selben Takt.» Damit ist aber das Tempo gemeint, nicht der eigentliche Takt. Ein Takt ist ein bestimmter Abschnitt in einem Musikstück – nichts anderes.

Erklärung

Was diese Bruchstriche am Anfang sollen

Halt – zuerst einmal: Wir sind in der Musik, nicht in der Mathematik. Eigentlich schreibt man diese Zahlen ohne Bruchstrich. Das sieht nur so aus, weil sie direkt übereinander im Notensystem stehen.

Jedes Musikstück ist in einer bestimmten Taktart notiert. Sie steht zu Beginn hinter dem Notenschlüssel und den Vorzeichen. Der Nenner gibt den Wert des Grundschlags an, der Zähler die Anzahl der Grundschläge in einem Takt.

Zum Ausprobieren

Die Taktart lesen

Bei einem 3/4-Takt sind die Grundschläge Viertel, und wir haben drei davon in jedem Takt. Welche Noten- und Pausenwerte darin vorkommen, ist frei – ihre Summe ergibt aber immer drei Viertel.

Der Nenner sagt, welcher Notenwert der Grundschlag ist. Der Zähler sagt, wie viele davon in einen Takt gehen.

Notenbeispiel

Drei Takte im 3/4 — überall dieselbe Summe

←
→
♩= 92
Merke

Zum Nachhören

Das Lied «Sunrise, Sunset» aus dem Musical «Anatevka» steht im 3/4-Takt. Achte auf die ersten Takte: Im 1. Takt stehen drei Viertelnoten. Im 2. Takt zuerst zwei Achtelnoten, danach zwei Viertelnoten. Beide Takte ergeben in der Summe je drei Viertel.

Im Takt 8 steht eine Halbe und danach eine Viertelpause – auch das ergibt zusammen wieder drei Viertel.

Erklärung

Die häufigsten Taktarten

Jede Taktart verleiht einem Song seine eigene Persönlichkeit.

4/4 – der Rockstar unter den Takten. So beliebt, dass er in unzähligen Songs vorkommt. Einfach «eins, zwei, drei, vier» und von vorne. Manchmal steht zu Beginn ein C statt 4/4.

2/4 – wie ein energiegeladener Marsch, bei dem man im Gleichschritt vorangeht. Eins, zwei, eins, zwei.

3/4 – hier tanzen wir im Dreivierteltakt, mit elegantem Walzer-Gefühl.

6/8 – hier wird es verspielter: Achtelnoten tanzen leichtfüssig durch die Luft.

Merke

Pop oder Klassik

In der Pop- und Rockmusik wird fast immer der 4/4-Takt verwendet. Er bietet einen geraden, stabilen Rhythmus, der sich gut zum Tanzen und Mitsingen eignet.

In der klassischen Musik findet man eine grössere Vielfalt: neben dem 4/4 auch 3/4, 6/8 und sogar ungewöhnlichere Taktarten wie 5/4 oder 7/4. Diese Vielfalt erlaubt komplexere Strukturen und eine breite Palette an Ausdrucksformen.

Erklärung

Betonte und unbetonte Zählzeiten

Jede Taktart hat betonte und unbetonte Zählzeiten. Der 1. Schlag ist immer am stärksten betont.

Im 4/4-Takt ist der 1. Schlag am stärksten betont, der 3. am zweitstärksten, die Schläge 2 und 4 sind unbetont. In der klassischen Musik hört man das gut heraus. In Pop- und Rocksongs ist meist nur der 1. Schlag betont und die drei folgenden sind unbetont.

Im 2/4-Takt ist der 1. Schlag betont, der 2. unbetont. Im 3/4-Takt ist der 1. Schlag am stärksten, der 2. leichter und der 3. am leichtesten. Im 6/8-Takt ist das 1. Achtel am stärksten und das 4. am zweitstärksten betont.

Zum Ausprobieren

Die Betonungen hören

Die Höhe der Balken zeigt, wie schwer ein Schlag wiegt. Mit dem Schalter wechselst du zwischen der klassischen und der Pop-Lesart des 4/4-Takts.

Der erste Schlag ist immer am stärksten betont. Die Höhe zeigt, wie schwer ein Schlag wiegt.

Erklärung

Ist der 3/4 nicht dasselbe wie der 6/8?

Gute Frage! Beide Takte enthalten sechs Achtel. Der Unterschied liegt in der Betonung und in der Gruppierung der Noten.

Im 3/4-Takt gibt es drei Viertelnoten pro Takt; die Grundschläge sind Viertel. Die Betonung ist eins, zwei, drei, wobei das erste Viertel am stärksten wiegt.

Im 6/8-Takt gibt es sechs Achtelnoten pro Takt; die Grundschläge sind Achtel. Sie werden zu zwei Gruppen von je drei Noten gebündelt, was einem zweiteiligen Gefühl entspricht: Die 1 ist am stärksten betont, die 4 am zweitstärksten.

Zum Ausprobieren

Dieselben sechs Achtel — zwei Taktarten

Schalte um, während es läuft. Die Noten bleiben dieselben, nur Balken und Betonung wechseln – und das Stück fühlt sich völlig anders an.

Sechs Achtel — in beiden Takten. Umschalten geht auch, während es läuft.

Zum Ausprobieren

Takte selbst füllen

Wähle eine Taktart und fülle den Takt mit Noten- und Pausenwerten. Sobald die Summe stimmt, ist der Takt vollständig.

Wähle Noten und Pausen, bis der Takt genau voll ist. Die Summe aller Werte ergibt in jedem Takt dasselbe.

Tipp

Was du damit anfangen kannst

Mit der Wahl der Taktart bestimmst du als Komponistin oder Komponist, wie sich dein Stück für die Zuhörenden anfühlt – und vielleicht sogar, ob sie zu tanzen anfangen.

Quiz

Kurz nachgedacht

Was bedeutet der Nenner einer Taktart?

Richtig!

Der Nenner gibt den Wert des Grundschlags an: Eine 4 bedeutet Viertelnoten, eine 8 Achtelnoten. Die Anzahl steht im Zähler.

Quiz

Kurz nachgedacht

In einem 3/4-Takt steht bereits eine Halbe Note. Was passt noch in den Takt?

Richtig!

Ein 3/4-Takt fasst drei Viertelschläge. Die Halbe belegt zwei davon, es bleibt genau ein Viertelschlag übrig – also eine Viertelnote oder eine Viertelpause.

Zusammenfassung

Das hast du gelernt

1 Ein Takt ist der Abschnitt zwischen zwei Taktstrichen. Die Taktzahl links am System gehört zum Takt, der daneben beginnt.
2 Die Taktart steht am Anfang hinter Notenschlüssel und Vorzeichen. Der Nenner nennt den Wert des Grundschlags, der Zähler die Anzahl pro Takt.
3 Häufig sind 4/4, 2/4, 3/4 und 6/8. In Pop und Rock dominiert der 4/4, in der klassischen Musik ist die Vielfalt grösser.
4 Der 1. Schlag ist immer am stärksten betont. Im 4/4 folgt der 3. Schlag als zweitstärkster, im 6/8 das 4. Achtel.
5 3/4 und 6/8 enthalten beide sechs Achtel — sie unterscheiden sich durch Gruppierung und Betonung, nicht durch die Anzahl.
6 In einem Takt dürfen ganz unterschiedliche Werte stehen; ihre Summe ergibt immer die Länge, die die Taktart vorgibt.
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Das kann ich danach

  1. Ich kann auf einem Notenblatt Takte und Taktstriche sowie die Taktart erkennen.
  2. Ich kann die Taktart eines Stücks erklären (,,Zähler“ und «Nenner» im Bruch) und auf dem Noten-blatt veranschaulichen.
  3. Ich kann Notenwerte (Ganze, Halbe, Viertel, Achtel, Sechzehntel) und Taktstriche entsprechend der Taktart notieren.
  4. Ich kann die häufigsten Taktarten (4/4, 2/4, 3/4, 6/8) in Hörbeispielen innerhalb von ca. 20 Sekun-den erkennen.
  5. Ich kann Unterschiede zwischen 3/4 und 6/8-Takt erklären und Gemeinsamkeiten der beiden Takt-arten hervorheben.

Tippe die Ampel an: leer = noch nicht, halb = fast, voll = sicher.