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Nicht enthalten sind die Hörbeispiele und Songausschnitte aus dem Video. Für
einzelne Stellen ist die Begleitung durch eine Lehrperson deshalb hilfreich.
M6 Übrige Intervalle — Arbeitsheft
Der Inhalt dieser Lektion zum Selbermachen — mit Notenbildern zum Anhören und Ausprobieren.
Du kannst jederzeit vor- und zurückblättern. Alles, was du anklicken oder anhören kannst, ist als solches gekennzeichnet.
Worum es geht
Hallo und herzlich willkommen bei Meldo. Wenn du dir dieses Video anschaust, solltest du dir bereits das Video M3 «häufigste Intervalle» angeschaut haben. Denn nun schauen wir uns den Zusammenhang zwischen Intervallen und der Durtonleiter an und lernen zwei weitere Intervalle, die Sexte und Septime, genauer zu bestimmen.
Die Sexte
Das Prinzip funktioniert genau gleich wie bei den übrigen Intervallen: Zuerst schaust du dir den «groben» Abstand auf den Notenlinien an, indem du die Stammtöne zählst und dabei den unteren Intervallton mitzählst. Im Beispiel der Sexte sind dies in beiden Fällen 6 Tonschritte: 1 2 3 4 5 6.
Nun schaust du dir die Halbtonschritte auf der Klaviatur genauer an. Der Ausgangston ist in beiden Intervallen das c, der Endpunkt einmal das «as» und einmal das «a». Zählst du die Halbtonschritte, fällt auf: Die kleine Sexte besteht aus 8, die grosse aus 9 Halbtonschritten.
Links die kleine Sexte (8 Halbtonschritte), rechts die grosse (9).
Die Halbtonschritte der Sexte
Zähle selbst: von c zum as sind es 8, zum a 9 Halbtonschritte.
Die Septime
Erstens: Für die Grobbestimmung die Notenköpfe beginnend beim unteren Intervallton abzählen: 1 2 3 4 5 6 7. Es ist ein Sieben-Ton-Abstand, also eine Septime.
Zweitens: Halbtonschritte zählen, also den unteren Intervallton nicht mitzählen. Für die kleine Septime ergeben sich 10 Halbtonschritte, für die grosse 11.
Links die kleine Septime (10 Halbtonschritte), rechts die grosse (11).
Die Durtonleiter als Gedächtnisstütze
In der Dur-Tonleiter kommen alle grossen und reinen Intervalle vom Grundton aus gesehen vor. Die kleinen Intervalle kommen vom Grundton aus nicht vor.
Wie du weisst, hat es in der Durtonleiter zwischen dem 3. und 4. sowie dem 7. und 8. Tonleiterton einen Halbtonschritt, zwischen allen anderen einen Ganztonschritt. Dieses Wissen hilft dir, die reinen und grossen Intervalle und ihre Halbtonschritte auswendig zu lernen.
Das Muster bleibt gleich: Ganz – Ganz – Halb – Ganz – Ganz – Ganz – Halb. Nur der Grundton wechselt — und damit die nötigen Versetzungszeichen.
Kleine Intervalle berechnen
Da du nun die Feinbestimmung der grossen und reinen Intervalle auswendig kennst, ist es ein Leichtes, die Halbtonabstände der kleinen Intervalle zu berechnen: Kleine Intervalle sind immer einen Halbtonschritt kleiner als die grossen.
Eine kleine Septime umfasst beispielsweise einen Halbtonschritt weniger als die grosse Septime, also 10 Halbtonschritte.
Alle Intervalle in der Übersicht
| Intervall | Kurz | Halbtonschritte |
|---|
Antippen spielt das Intervall. Kleine Intervalle sind immer einen Halbtonschritt kleiner als die grossen.
Der Tritonus
Dieses Intervall nimmt eine besondere Stellung ein. Es handelt sich um eine übermässige, also erhöhte Quarte beziehungsweise eine verminderte, also vertiefte Quinte. Reine Intervalle werden bei Vergrösserung oder Verkleinerung nicht gross oder klein, sondern übermässig oder vermindert.
Die übermässige Quarte (ü4) und die verminderte Quinte (v5) klingen genau gleich. Die Grobbestimmung ergibt jedoch eine Quarte oder eben eine Quinte. Man nennt diese beiden gleichklingenden Intervalle auch Tritonus.
Übermässige Quarte und verminderte Quinte klingen gleich — sechs Halbtonschritte.
Der «Teufel in der Musik»
Da diese beiden Intervalle sehr spannungsvoll klingen, wurden sie in der Musik früher auch als «Diabolus in musica», als Teufel in der Musik oder eben Teufelsintervall bezeichnet. Da dieses Intervall sehr schwierig zu singen ist und eine sehr grosse klangliche Spannung aufweist, war es früher teilweise sogar verboten, diese Intervalle in einem Musikstück zu gebrauchen.
In der Tabellenansicht wird die übermässige Quarte oberhalb der reinen Quarte, die verminderte Quinte unterhalb der reinen Quinte eingezeichnet.
Kurz nachgedacht
Wie viele Halbtonschritte hat die grosse Septime?
Die grosse Septime hat elf Halbtonschritte — einen weniger als die Oktave. Die kleine Septime hat zehn.
Das hast du gelernt
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Das kann ich danach
- Ich kann die Grob- und Feinbestimmung für die grossen und kleinen Sexten und Septimen sowie den Tritonus mit Hilfe einer Klaviatur anwenden.
- Ich kann grosse und kleine Sexten und Septimen sowie den Tritonus mit Hilfe einer Klaviatur in ein Notensystem notieren.
- Ich kann alle reinen, grossen und kleinen Intervalle sowie den Tritonus auf einem Instrument mit Klaviatur spielen.
Tippe die Ampel an: leer = noch nicht, halb = fast, voll = sicher.