M2 Intervalle Basics — Arbeitsheft
Der Inhalt dieser Lektion zum Selbermachen — mit Notenbildern zum Anhören und Ausprobieren.
Du kannst jederzeit vor- und zurückblättern. Alles, was du anklicken oder anhören kannst, ist als solches gekennzeichnet.
Worum es geht
In diesem Video geht es um den Abstand zwischen zwei Tönen. Dieser Abstand wird in der Musik als Intervall bezeichnet. Intervalle sind die Grundlage für Kompositionen, Improvisationen und andere musiktheoretische Themen.
Hallo und herzlich willkommen bei Meldo. Die heutige Folge dreht sich um das Thema Intervalle.
Harmonisch oder melodisch
Klingt ein Intervall gleichzeitig, nennt man dies ein «harmonisches Intervall». Wohlklingende Zusammenklänge nennt man in der Musik übrigens konsonant. Aber nicht alle Intervalle klingen angenehm für unsere Ohren. Diese spannungsgeladenen Zusammenklänge werden als dissonant bezeichnet.
Klingen Intervalle nacheinander, wie z.B. in der Melodie, sind dies melodische Intervalle. Du kannst Intervalle also dazu benutzen, einen Song zu begleiten oder eine Melodie zu spielen.
Dies ist z.B. in der Begleitung von «Count on me» der Fall. Das klingt doch ganz schön, oder?
Jetzt schauen wir aber einmal genauer hin. Der Anfang der Melodie von «Count on me» besteht aus einem melodischen Intervall. Es sind zwei Töne, die nacheinander klingen. Wie wird dieser Tonabstand nun benannt?
Probiere unten beides aus – zusammen und nacheinander.
Grobbestimmung — Stammtöne zählen, unteren Ton mitzählen
—Feinbestimmung — Halbtonschritte, unteren Ton nicht mitzählen
—Tippe zwei Tasten an: erst den unteren, dann den oberen Intervallton. Oder wähle oben ein Beispiel.
Konsonant oder dissonant
Die Intervalle sind hier nach ihrer Spannung geordnet – nicht nach ihrer Grösse. Genau das ist bemerkenswert: Der Klangeindruck folgt nicht der Tonhöhe. Die grosse Sexte wirkt ruhiger als die kleine Sekunde, obwohl sie viel weiter ist.
Dissonanz ist dabei kein Fehler, sondern ein Gestaltungsmittel: Sie erzeugt Spannung, die sich auflösen will. Ohne sie klänge Musik langweilig.
Tippe ein Intervall an. Oben gemeinsam gespielt (harmonisch), unten nacheinander (melodisch) — umschaltbar.
Die Intervallnamen
Nummerieren wir alle Noten der C-Dur-Tonleiter von unten nach oben, sehen wir, dass es sieben verschiedene Stammtöne gibt. Das obere c beziffern wir mit einer 8. Eigentlich ist es ja der erste Ton der folgenden Tonleiter, aber es klingt eine Oktave höher als das untere c.
Die verschiedenen Tonstufen werden aufsteigend nach genau denselben Nummern benannt – nur nicht auf Deutsch, sondern auf Lateinisch: Prime, Sekunde, Terz, Quarte, Quinte, Sexte, Septime, Oktave.
Oktave – ein gutes Stichwort. Wir gehen in diesem Beispiel nun immer vom C als Ausgangspunkt aus. Nochmals zur Erinnerung: Intervalle beschreiben immer den Abstand zwischen zwei Noten. Also zwischen dem Ausgangspunkt und einer beliebigen anderen Note. Diese Abstände betrachten wir nun in aufsteigender Reihenfolge.
Der Ausgangston ist türkis. Die Namen sind lateinische Ordnungszahlen — und sie gelten immer relativ zum unteren Ton, nicht absolut.
Die acht Intervalle im Notensystem
Jeweils vom unteren c aus gemessen. Türkis: die reinen Intervalle.
Die Tonleiter als Massstab
Die acht Stufen der C-Dur-Tonleiter. Tippe sie an und zähle mit.
Intervallnamen sind immer relativ
Das bedeutet jetzt nicht, dass der Ton d immer einer Sekunde und das a immer einer Sexte entspricht. Dies ist im gerade erklärten Beispiel nur so, weil das C unser Ausgangspunkt oder der untere Intervallton ist. Die Intervallnamen sind also immer relativ zueinander zu betrachten.
Probiere es oben aus: Verschiebe den Ausgangston und beobachte, wie sich die Namen ändern.
Vorzeichen ändern den Klang, nicht das Stammintervall
Wenn wir den Anfang unserer Melodie durch ein Versetzungszeichen verändern, verändert sich auch der Klang der Melodie. Das Intervall, wenn wir es grob bestimmen, bleibt jedoch immer noch das gleiche: eine Terz. Der Abstand innerhalb des Notensystems hat sich nicht verschoben.
Wichtig ist nur, dass du die Linien und Zwischenräume zählst, also 1, 2, 3. Ich zähle dabei den Ausgangston immer mit.
Links eine grosse, rechts eine kleine Terz — beide sind grob bestimmt eine Terz.
Zum Üben — freie Wahl
Der Ausgangston ist türkis. Die Namen sind lateinische Ordnungszahlen — und sie gelten immer relativ zum unteren Ton, nicht absolut.
Kurz nachgedacht
Der Abstand c–e ist eine Terz. Was ist c–es?
Bei der Grobbestimmung werden Versetzungszeichen ignoriert. Der Abstand im Notensystem bleibt gleich — es ist weiterhin eine Terz, nur klingt sie anders.
Das hast du gelernt
Das kann ich danach
- Beschreiben der Begriffe «harmonische und melodische Intervalle» sowie «konsonante und dissonante Intervalle» und deren Demonstration an einem Instrument mit Klaviatur.
- Bestimmen und Benennen aller Intervalle von der Prime bis zur Oktave (Notation im Violin-/Bassschlüssel) mit Hilfe einer Klaviatur.
- Notieren aller Intervalle von der Prime bis zur Oktave in einem Notensystem (Violin-/Bassschlüssel) mit Hilfe einer Klaviatur (nur Stammtöne: weisse Tasten bzw. ohne Versetzungszeichen).
- Spielen aller Intervalle von der Prime bis zur Oktave auf einem Instrument mit Klaviatur.
Tippe die Ampel an: leer = noch nicht, halb = fast, voll = sicher.