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  8. M8 Molltonarten im Quintenzirkel
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Lernabschnitt 3 von 8
In Bearbeitung

M3 Häufigste Intervalle

Textfassung dieser Lektion

Das Erklärvideo gehört zum Abo — hier findest du stattdessen den vollständigen Inhalt als Text, mit allen Notenbildern zum Anhören und Ausprobieren.

Nicht enthalten sind die Hörbeispiele und Songausschnitte aus dem Video. Für einzelne Stellen ist die Begleitung durch eine Lehrperson deshalb hilfreich.

M3 Häufigste Intervalle — Arbeitsheft — MUSIKTHEORIE, Grundlagen
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Arbeitsheft

M3 Häufigste Intervalle — Arbeitsheft

Der Inhalt dieser Lektion zum Selbermachen — mit Notenbildern zum Anhören und Ausprobieren.

~5 Min. 19 Karten 6 zum Ausprobieren 1 Quiz Grundlagen
Audio:

Du kannst jederzeit vor- und zurückblättern. Alles, was du anklicken oder anhören kannst, ist als solches gekennzeichnet.

Erklärung

Worum es geht

Intervalltraining! Uff, das klingt anstrengend! Aber keine Sorge, es wird nicht ganz so schweisstreibend. Wir beschäftigen uns heute mit den Intervallen, die du in der Musik am häufigsten antriffst. Das hat wenig mit Sport zu tun. Die Intervalle schnell erkennen zu können ist aber dennoch ein sportliches Ziel, das wir uns setzen. Herzlich willkommen zu dieser Ausgabe von Meldo!

Erklärung

Warum sich das lohnt

Die Intervalle zu lernen ist tatsächlich gut mit dem Intervalltraining im Sport zu vergleichen. Die meisten Sportler betreiben Intervalltraining nicht, weil es besonders viel Spass macht. Sie wissen aber, dass sie durch diese Trainingsform in ihrer liebsten Sportart besser werden. In der Musik ist es ähnlich. Wenn du die Intervalle verstehst, profitierst du für die ganze Musiktheorie und auch dein Gehör wird geschult.

Intervalle schnell erkennen und auch hören zu lernen, braucht jedoch etwas Durchhaltevermögen. Wir gehen es langsam an und beschränken uns heute auf die häufigsten Intervalle.

Erklärung

Grobbestimmung

Im ersten Video zu den Intervallen habt ihr die Grobbestimmung der Stammintervalle kennen gelernt. Dabei habt ihr die Stammtöne vom unteren zum oberen Intervallton abgezählt. Den unteren Intervallton zählt man bei der Grobbestimmung immer mit, Vorzeichen muss man nicht berücksichtigen.

Ihr könnt auch auf der Klaviertastatur die weissen Tasten vom unteren Intervallton, dem C, zum oberen, dem G, abzählen. Die Töne C und G liegen also – unteren Intervallton mitzählen (!): Eins, zwei, drei, vier, fünf Töne auseinander. Es handelt sich somit um eine Quinte, einem 5-Tonabstand.

Zum Ausprobieren

Intervalle auf der Klaviatur

Grobbestimmung — Stammtöne zählen, unteren Ton mitzählen
—
Feinbestimmung — Halbtonschritte, unteren Ton nicht mitzählen
—

Tippe zwei Tasten an: erst den unteren, dann den oberen Intervallton. Oder wähle oben ein Beispiel.

Tipp

Intervalle spielen und notieren

Genau gleich geht ihr vor, wenn ihr Intervalle spielen oder notieren wollt. Beispielsweise eine Sexte über dem Ton G. Wir zählen den unteren Intervallton ab: 1, 2, 3, 4, 5, 6. Der Ton E ist eine Sexte über dem Ton G.

Erklärung

Der Zusammenklang

Der Zusammenklang der Intervalle ist sehr unterschiedlich. Einige Intervalle klingen sehr schrill, also sehr dissonant. Z.B. die Septime!

Bei anderen Intervallen hört man kaum, dass zwei Töne gespielt werden. Z.B. die Oktave. Die Quinte und Quarte sind ebenfalls sehr konsonant, also sehr rein klingend. Die Prime sowieso, es handelt sich dabei ja um die gleiche Taste!

Notenbeispiel

Septime, Oktave, Quinte, Quarte — hör den Unterschied

←
→
♩= 50
Merke

Weshalb ist die Prime ein Intervall?

Weshalb spricht man denn bei einer Prime überhaupt von einem Intervall, also einem Tonabstand zwischen zwei Tönen?

Wenn zwei Instrumente, beispielsweise die Trompete und Klarinette in einem Orchester, die gleiche Tonhöhe spielen, zum Beispiel den Ton E, dann spielen sie eine Prime.

Zum Ausprobieren

Die vier reinen Intervalle

Prime, Quarte, Quinte und Oktave klingen besonders rein.

Jeweils vom Ton c aus gemessen. Tippe die Noten an.

Eselsbrücke

Die reinen Intervalle

Diese vier Intervalle – Prime, Quarte, Quinte und Oktave – nennt man reine Intervalle.

Erklärung

Grosse und kleine Intervalle

Wie anfangs «versprochen» beschäftigen wir uns heute mit den häufigsten Intervallen. Neben den vier reinen Intervallen nehmen wir noch die Sekunden und Terzen dazu. Von diesen Intervallen gibt es jeweils zwei Varianten, grosse und kleine Intervalle.

Vergleichst du diese beiden Sekunden, fällt auf, dass zwischen dem Ton e und f keine schwarze Taste liegt, zwischen dem C und D jedoch schon. Zwischen e und f liegt also nur ein Halbtonschritt, zwischen dem C und dem D liegen zwei Halbtonschritte.

Eine Sekunde mit einem Halbtonschritt nennt man kleine Sekunde. Sekunden mit zwei Halbtonschritten heissen grosse Sekunden.

Zum Ausprobieren

Grosse und kleine Sekunde

Der untere Intervallton wird nicht mitgezählt — nur die Schritte dazwischen.

Achtung

Beim Zählen der Halbtonschritte

Wenn wir die Halbtonschritte zählen, wird der untere Intervallton nicht mitgezählt. Es werden nur die Wechsel zwischen den Halbtönen, die HalbtonSCHRITTE berücksichtigt.

Das genaue Abzählen eines Intervalls mit Halbtonschritten nennt man Feinbestimmung.

Erklärung

Grosse und kleine Terz

Auch bei der Terz gibt es die grosse und kleine Variante. Wenn wir bei diesen beiden Terzen die Halbtonschritte zählen stellen wir fest, dass sich zwischen dem F und dem A – Vorsicht, den unteren Intervallton nicht mitzählen: eins, zwei, drei, vier Halbtonschritte befinden, zwischen dem A und dem C jedoch nur eins, zwei, drei Halbtonschritte.

Beim Intervall auf der linken Seite handelt es sich also eine grosse Terz, mit vier Halbtonschritten, beim zweiten um eine kleine Terz, welche sich durch drei Halbtonschritte definiert.

Zum Ausprobieren

Halbtonschritte zählen

Der untere Intervallton wird nicht mitgezählt — nur die Schritte dazwischen.

Notenbeispiel

Grosse Terz F–A und kleine Terz A–C

←
→
♩= 50
Merke

Zum Nachhören

Im Video läuft im Hintergrund der Jazz-Standard «The Best Is Yet To Come» von Michael Bublé – «Das Beste kommt noch».

Im Song werden diese beiden Terzen direkt nacheinander gesungen. Um sie fein zu bestimmen, zählen wir wiederum die Halbtonschritte ab: Eins, zwei, drei, vier; das Intervall zwischen dem C und dem E ist folglich eine grosse Terz. Ihr erahnt es, das C und das Es bilden eine kleine Terz. Kontrollieren wir indem wir die Halbtonschritte zählen: Eins, zwei, drei. Richtig vermutet!

Quiz

Kurz nachgedacht

Wie viele Halbtonschritte hat eine kleine Terz?

Richtig!

Die kleine Terz hat drei Halbtonschritte, die grosse vier. Beim Zählen wird der untere Intervallton nicht mitgezählt.

Zusammenfassung

Das hast du gelernt

1 Gratuliere, nun kennst du bereits die Intervalle, die du in deinem Musikalltag am häufigsten antreffen wirst.
2 Du kannst die beiden Schritte der Intervallbestimmung unterscheiden und richtig anwenden: Bei der Grobbestimmung zählst du die Stammtöne und zählst den unteren Intervallton mit. Bei der Feinbestimmung zählst du die Halbtonschritte und lässt den unteren Ton weg.
3 Du kennst die Anzahl Halbtonschritte der Intervalle und kannst sie in die beiden Gruppen der reinen und der grossen und kleinen Intervalle einteilen.
4 Prime, Quarte, Quinte und Oktave sind rein. Sekunden und Terzen gibt es in einer grossen und einer kleinen Variante.
5 Es fehlen nur noch wenige Intervalle. Diese schauen wir uns später an. Nun wünsche ich dir viel «Biss» für dein Intervalltraining!
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Das kann ich danach

  1. Ich kann die reinen Intervalle (r1, r4, r5, r8) in Violin- und Basschlüssel erkennen und von jedem Ton aus notieren.
  2. Ich kann die Feinbestimmung für die grossen und kleinen Sekunden und Terzen (k2, g2, k3, g3) anwenden.
  3. Ich kann grosse und kleine Sekunden und Terzen (k2, g2, k3, g3) mit Hilfe einer Klaviatur in ein in einem Notensystem (Violin-/Bassschlüssel) notieren.
  4. Ich kann alle reinen Intervalle sowie grosse und kleine Sekunden und Terzen auf einem Instrument mit Klaviatur spielen.

Tippe die Ampel an: leer = noch nicht, halb = fast, voll = sicher.