M1 Durtonleiter — Arbeitsheft
Der Inhalt dieser Lektion zum Selbermachen — mit Notenbildern zum Anhören und Ausprobieren.
Du kannst jederzeit vor- und zurückblättern. Alles, was du anklicken oder anhören kannst, ist als solches gekennzeichnet.
Worum es geht
Willkommen zurück zu Meldo. Die meisten Songs bestehen aus nur sieben verschiedenen Tönen. Erstaunlich, nicht? Daher ist es höchste Zeit, sich mit den Tonleitern zu befassen, aus denen die grössten Melodien gebaut wurden.
Der Grundton
Alle diese Melodien bestehen aus höchstens sieben Tönen! Einige Töne werden dabei deutlich häufiger gesungen oder gespielt, wobei ein Ton besonders hervorsticht. Er kommt sehr häufig vor und die meisten Songs enden auch auf diesem, dem Grundton.
Die sieben Töne beziehen sich alle auf den Grundton und bilden die Tonleiter darüber. In der westlichen Musik, sei es in klassischer Musik, Pop, Rock oder auch in Volksmusik, werden hauptsächlich zwei Tonleitern verwendet: Dur und Moll. Heute werfen wir einen genaueren Blick auf die Dur-Tonleiter.
Die Durtonleiter zum Ausprobieren
Das Muster bleibt gleich: Ganz – Ganz – Halb – Ganz – Ganz – Ganz – Halb. Nur der Grundton wechselt — und damit die nötigen Versetzungszeichen.
C-Dur — nur weisse Tasten
Betrachtet man die Klaviatur, erkennt man, dass die Dur-Tonleiter hauptsächlich aus Ganztonschritten besteht und nur zwischen dem 3. und 4. Ton sowie dem 7. und 8. Ton jeweils ein Halbtonschritt liegt. Diese Abfolge gilt für alle Dur-Tonleitern, du musst sie dir merken!
Rot markiert: Dort folgt ein Halbtonschritt — zwischen dem 3. und 4. sowie dem 7. und 8. Ton.
F-Dur und G-Dur zum Vergleichen
Das Muster bleibt gleich: Ganz – Ganz – Halb – Ganz – Ganz – Ganz – Halb. Nur der Grundton wechselt — und damit die nötigen Versetzungszeichen.
F-Dur im Notensystem
F-Dur braucht ein b: Das h wird zum b.
G-Dur im Notensystem
G-Dur braucht ein Kreuz: Das f wird zum fis.
C-Dur im Notensystem
Die acht Tonleitertöne lassen sich in zwei Vier-Ton-Gruppen teilen. Beide dieser Vier-Ton-Gruppen bestehen aus der gleichen Ganzton-Halbtonabfolge. Man nennt diese Vier-Ton-Gruppen auch «Tetrachord».
Die acht Tonleitertöne. Zwischen 3–4 und 7–8 liegt je ein Halbtonschritt.
D-Dur — zwei Kreuze
Notiere zuerst jeweils alle Notenköpfe, ohne dabei an Ganz- und Halbtonschritte zu denken. Nummeriere die Töne von 1–8. Der achte Ton sollte wieder ein «d» sein. Zeichne die Halbtonschritte zwischen dem 3. und 4. Ton sowie dem 7. und 8. Ton ein.
Nun gehen wir die Tonabfolge vom unteren Grundton aus durch und kontrollieren mithilfe der Klaviertastatur, ob wir die nächsten Töne mit einem Versetzungszeichen anpassen müssen. Die Tonleiter beginnt mit zwei Ganztonschritten. Der Ton «e» bleibt unverändert. Zwischen «e» und «f» liegt ein Halbtonschritt, daher erhöhen wir das «f» mit einem Kreuz zu einem «fis», um den erforderlichen Ganztonschritt zu erreichen.
Zwischen dem 3. und 4. Ton liegt ein Halbtonschritt, also stimmt der Ton «g». Es folgen drei Ganztonschritte: g–a und a–h müssen nicht angepasst werden, wobei das «c» zu einem «cis» erhöht werden muss. Der letzte Tonschritt zwischen dem 7. und 8. Ton ist wiederum ein Halbtonschritt, der sich automatisch zwischen «cis» und «d» ergibt.
Damit das Muster stimmt, müssen f und c erhöht werden — zu fis und cis.
Es-Dur — drei b
Ausgehend vom unteren Grundton kontrollieren wir die Tonschritte. Ganztonschritt – «check», Ganztonschritt – «check». Zwischen dem 3. und 4. Ton müssen wir das «a» mit einem b zu einem «as» vertiefen, um den geforderten Halbtonschritt zu erhalten. Auch beim nächsten Ganztonschritt muss das «h» zu einem «b» vertieft werden. Es folgen zwei weitere Ganztonschritte – «check, check» – sowie der Halbtonschritt zum oberen Grundton Es.
Hier werden Töne vertieft statt erhöht — es, as und b.
Drei Regeln für Versetzungszeichen
1. Ist der Abstand zwischen zwei Tonleitertönen zu gross, musst du den oberen Ton mit einem «b» vertiefen.
2. Ist der Abstand zweier Töne zu klein, so erhöhst du den oberen Ton mit einem Kreuz.
3. Jede Durtonleiter enthält entweder «be»s oder ausschliesslich Kreuze. Die beiden Versetzungszeichen werden nicht gemischt.
Dieselbe Melodie, anderer Grundton
Im Song «A Groovy Kind Of Love» besteht die Melodie weitgehend aus Tonleiterabschnitten, hier in C-Dur notiert. Die Melodie kann jedoch auch von einem anderen Ton aus gespielt werden, z.B. in D-Dur. Man erkennt die Melodie sofort, obwohl der Grundton nun ein anderer ist.
Jede Melodie kann von jedem Grundton aus gespielt werden. Man spricht von unterschiedlichen Tonarten.
Kurz nachgedacht
Zwischen welchen Tönen der Durtonleiter liegen die Halbtonschritte?
Die Halbtonschritte liegen immer zwischen dem 3. und 4. sowie dem 7. und 8. Ton — in jeder Durtonleiter.
Das hast du gelernt
Das kann ich danach
- Ich kenne die Abfolge von Ganz- und Halbtonschritten in der Durtonleiter vom unteren Grundton aus.
- Ich kann von jedem Grundton aus (weisse und schwarze Tasten) die Durtonleiter mit den notwendigen Versetzungszeichen notieren und die Tetrachorde einzeichnen.
- Ich kann in Melodien Halbtonschritte einzeichnen und herausfinden, in welcher Durtonart die Melodie steht.
- Ich kann auf einem Tasteninstrument von jedem Ton aus eine Dur-Tonleiter spielen.
Tippe die Ampel an: leer = noch nicht, halb = fast, voll = sicher.