8.03 Ecco la primavera
Über den SongDas weltliche Stück „Ecco la primavera“ ist eine zweistimmige Ballata des florentinischen Kompo …Mehr
Das weltliche Stück „Ecco la primavera“ ist eine zweistimmige Ballata des florentinischen Komponisten Francesco Landini und im bedeutenden spätmittelalterlichen Squarcialupi-Codex überliefert. Inhaltlich thematisiert das Werk das Erwachen der Natur im Frühling sowie die damit einhergehende heitere Stimmung und Liebesbereitschaft. Musikalisch folgt die Komposition der traditionellen Form der italienischen Trecento-Ballata mit refrainartiger Struktur. Als Werk des zentralen Vertreters des italienischen Trecento dient das Stück im Musikunterricht als anschauliches Beispiel für die weltliche Polyphonie des 14. Jahrhunderts.
Schwierigkeitsgrad · 40
- Stimmumfang
- Rhythmik
- Harmonik
- Mehrstimmigkeit
- Sprache
- Tempo
Zweistimmiger Satz im 3/4-Takt mit einfachen Triolen und punktierten Rhythmen über einem Ostinato.
Zusatzmaterial
Das Zusatzmaterial steht Lehrpersonen mit Abo zur Verfügung.
Übersicht
Ecco la primavera
Francesco Landini
Tipps zum Unterricht
Grundrhythmus (G) und Synkopenrhythmus (S)
– mit Text und Bodypercussion erarbeiten > siehe Arbeitsblatt
(Lösung AB: Das Synkopenmotiv befindet sich in den Takten 4,7,13,14
Faksimile (Notenbild siehe unten)
– Begriff klären
– Unterschiede zur heutigen Notation finden
– Wo ist im Faksimile die 1. und 2. Stimme notiert?
Vergleich von verschiedenen Versionen:
1. legendäre Aufnahme mit David Munrow, Pionier für Mittelalterliche Musik
2. Aufnahme mit interessanter Instrumentation: Glöcklein, Percussion,...
3. Männerstimmen, folkige Begleitung mit Gitarre, Krummhörner, Flöten
4. Streichinstrument, Frauenstimmen, Flöten
5. A capella, 2 Frauenstimmen
6. Sphärische Version mit himmlischen Flöten
Eigene Interpretation kreieren.
> siehe Materialien Klassenmusizieren
Weiterführende Ideen
Eigene Melodien zum Ostinato kreieren
> siehe Materialien: Ostinato-Spass
Hintergrundinfos
Francesco Landini
Landini war ein italienischer Organist und Komponist. Meister der Florentiner Ars nova. Er war seit seiner frühen Jugend blind. Arbeitete als Organist an San Lorenzo in Florenz und komponierte u. a. erfolgreich Balladen, die für seine Zeit stilprägend wurden. Er machte sich auch als Dichter und Philosoph einen Namen.
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