7.17 Maria durch ein Dornwald ging
Über den SongDas Lied wurde im katholischen Eichsfeld und im Bistum Paderborn zunächst mündlich als Wallfahr …Mehr
Das Lied wurde im katholischen Eichsfeld und im Bistum Paderborn zunächst mündlich als Wallfahrtslied überliefert, bevor August von Haxthausen es 1850 in der Sammlung „Geistliche Volkslieder“ erstmals mit sieben Strophen im Druck veröffentlichte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verbreitete sich über Liederbücher der Jugendbewegung eine gekürzte dreistrophige Fassung, wodurch sich das Stück zu einem Adventslied wandelte. Den biblischen Hintergrund bildet der im Lukasevangelium geschilderte Weg der schwangeren Maria zu ihrer Verwandten Elisabeth. Das Motiv des verdorrten Dornwaldes, der beim Vorübergehen der Gottesmutter mit dem ungeborenen Kind zu blühen beginnt, versinnbildlicht dabei die Erlösungshoffnung und den Sieg des Lebens über den Tod.
Schwierigkeitsgrad · 35
- Stimmumfang
- Rhythmik
- Harmonik
- Mehrstimmigkeit
- Sprache
- Tempo
Das Lied steht in einem gut singbaren Oktavumfang mit einfacher Rhythmik und dreistimmigem Tonsatz auf deutschem Text.
Zusatzmaterial
Das Zusatzmaterial steht Lehrpersonen mit Abo zur Verfügung.
Videos zum Anschauen
Tipps zum Unterricht
Aufführungsmöglichkeiten
- Melodie im Wechsel Solo-Tutti singen:
Solo: T1+T2 – Tutti: T3 («Kyrie eleison») – Solo: T4 bis «Laub getragen» –
Tutti: die beiden letzten Takte («Jesus und Maria») - Bei zweistimmiger Aufführung, ist es reizvoll mit den Männerstimmen die Melodie zu besetzen. Die Frauenstimmen singen dann die zweite Stimme
- Bei der dreistimmigen Version (Buch) empfiehlt es sich, die Männerstimmen erst bei «Kyrie eleison» einsetzen zu lassen.
- Bordunton e (Kb.-Stimme) kann auch gesungen werden
Klassenmusizieren (siehe Materialien)
Die Gesangsstimmen können colla parte mitgespielt werden.
Die Klavierbegleitung kann auch dazu gespielt werden.
Weiterführende Ideen
Vergleich von Aufnahmen
Bei folgenden Aufnahmen Besetzung, Ausdruck und Arrangement vergleichen:
- Aufnahme mit den Freiburger Spielleyt
- Aufnahme mit Helene Fischer
- Aufnahme mit den Wiener Sängerknaben
- Aufnahme mit den Voces 8
Infos zum Lied
Ursprünglich handelt es sich um ein regionales Wallfahrtslied, das Mitte des 19. Jahrhunderts im katholischen Eichsfeld (Thüringen) und im Bistum Paderborn verbreitet war. Der früheste bekannte Liedbeleg (mit sieben Strophen) ist ein Druck aus dem Jahr 1850. Hier wird das Motiv vom Kind, das durch den Wald getragen wird, kombiniert mit dem Motiv von der Taufe Jesu.
Um 1910 erscheint das Lied in seiner heute bekannten (dreistrophigen) Form über im «Zupfgeigenhansel» und erfährt dadurch im 20. Jahrhundert eine enorme Verbreitung. Hierbei verliert das Lied seinen Charakter als Wallfahrtslied, es wird vielmehr rasch als – vermeintlich sehr altes – «Volkslied» rezipiert und geschätzt, sei es als Marienlied oder Weihnachtslied.
Die ursprünglichen Verse 4-7:
4. Wie soll dem Kind sein Name sein?
Der Name, der soll Christus sein
Das war vom Anfang der Name sein!
5. Wer soll dem Kind sein Täufer sein?
Das soll der Sanct Johannis sein.
Der soll dem Kind sein Täufer sein!
6. Was kriegt das Kind zum Pathengeld?
Den Himmel und die ganze Welt,
Die kriegt das Kind zum Pathengeld!
7. Wer hat erlös’t die Welt allein?
Das hat gethan das Christkindlein,
Das hat erlös’t die Welt allein! –