4.28 Three little Birds
Über den Song„Three Little Birds“ wurde von Bob Marley verfasst und 1977 auf dem Studioalbum „Exodus“ von Bo …Mehr
„Three Little Birds“ wurde von Bob Marley verfasst und 1977 auf dem Studioalbum „Exodus“ von Bob Marley & The Wailers sowie 1980 als eigenständige Single veröffentlicht. Hinsichtlich der Inspiration existieren zwei verbreitete Erklärungen: Einerseits beobachtete Marley Vögel an der Fensterbank seines Hauses in Jamaika, andererseits wird der Songtitel als Anspielung auf sein dreiköpfiges Background-Gesangstrio I-Threes verstanden. Inhaltlich transportiert das Stück eine beruhigende, optimistische Botschaft, die dazu ermutigt, Ängste und Sorgen loszulassen und auf eine positive Zukunft zu vertrauen.
Schwierigkeitsgrad · 39
- Stimmumfang
- Rhythmik
- Harmonik
- Mehrstimmigkeit
- Sprache
- Tempo
Einstimmiger Song mit einfachen Grundakkorden (C, F, G), rhythmisch geprägt von leichten Synkopen und punktierten Motiven in englischer Sprache.
Zusatzmaterial
Das Zusatzmaterial steht Lehrpersonen mit Abo zur Verfügung.
Tipps zum Unterricht
Song kennenlernen und einstimmig einstudieren
- Originalaufnahme hören
- Zu Playback singen oder mit Materialien des Klassenmusizierens begleiten
Klassenmusizieren
Aufgrund seiner Einfachheit eignet sich das Lied gut zum Klassenmusizieren (siehe Materialien):
- Klasse in drei Gruppen aufteilen: Band (Klassenmusizieren), Percussionsgruppe (Pattern im Buch) und Sänger/innen
Einüben der drei Grundrhythmen (Onbeat, Backbeat, Offbeat):
- Onbeat (Schläge auf 1, 3)
- Backbeat (Schläge auf 2, 4) > Begleitung 2
- Offbeat (Schläge auf und: 1+, 2+, 3+, 4+)
Diese 3 Grundrhythmen könne auch als Bodypercussion realisiert werden:
- Onbeat (Schläge auf 1, 3) > Fuss
- Backbeat (Schläge auf 2, 4 ) > Klatschen od. Patschen
- Offbeat (Schläge auf und: 1+, 2+, 3+, 4+) Schnippen
Hintergrundinfos
Reggae
Diese auf Jamaika beheimatete und in den USA und Westeuropa viel beachtete musikalische Ausdrucksform ist eine Mischung aus ursprünglich indianischen, europäischen und vor allem afrikanischen Musikauffassungen. Reggae (früher auf Jamaika gebräuchlicher Ausdruck für Fest, Feier) hat sich aus dem Mento entwickelt, einer der ältesten Formen jamaikanischer Volksmusik. Charakteristisch und stilbildend ist die auffällige Akzentuierung der sonst unbetonten Taktteile 2 und 4 der meist im 4/4-Takt gehaltenen Musik. Direkte Vorläufer des zeitgenössischen Reggae sind der im England der fünfziger und sechziger Jahre bekannt gewordene Ska und der Rock Steady. Berühmteste Interpreten der Reggae-Musik sind Bob Marley, Peter Tosh, sowie die Gruppen «The Wailers» und «Third World».
Rastafari-Kult
Besonders auf Jamaika bestehen enge Beziehungen zwischen Reggae und Rastafari-Kult. Die Liedtexte beinhalten vielfach Darstellungen religiöser und politischer Weltanschauungen. Ausserdem werden in ihnen gesellschaftliche Misstände angeprangert und politische Forderungen erhoben. Auch der Kampf gegen die Vorherrschaft der Weissen und die Stärkung des Selbstbewusstseins der Farbigen sind beliebte Themen des Reggae.
Die Rastafari sahen ihren Messias in Haile Selassie I., Kaiser von Äthiopien, und ihr Ziel war die Rückkehr ins Mutterland Afrika, insbesondere Äthiopien. Ihr Name kommt von Ras (äthiopisch = Prinz) und des Kaisers Jungenname Tafari.
Rastafari sind Vegetarier, lehnen Alkohol ab, aber konsumieren mit Leidenschaft Ganja (Marihuana), in der Hoffnung auf grosse Eingebungen. Sie tragen Dreadlocks (engl. Grusellocken) und ungestutzte Bärte als Ausdruck ihrer Naturverbundenheit und als «Antennen» zur Kommunikation mit ihrem Gott, genannt «Jah», personifiziert in Haile Selassie I.
Rückmeldungen